Im Wald

Diese fortlaufende Serie widmet sich den Wäldern, vor allem in meiner Heimat, und deren unmittelbarer Erfahrung als Raum von Nähe und Geborgenheit. Beim Betreten entsteht ein Gefühl des Umschlossenseins, als würde man von einer dichten Schicht umhüllt.

Im Zentrum der Arbeiten steht die Beobachtung von Licht: Es bewegt sich durch den Wald, bricht sich an Stämmen, lässt Flächen aufleuchten und andere in tiefe Schatten zurücktreten. Diese wechselnden Lichtverhältnisse übersetze ich in eine reduzierte Bildsprache.

Die Baumformen sind auf polygonale Flächen abstrahiert, aus deren Reihung und Kontrastierung sich die Stämme entwickeln – teils positiv, teils negativ gesetzt.

Die Farben verwende ich ungemischt. Erst durch die Überlagerung zahlreicher Schichten entstehen differenzierte Farbtöne, die auf unterschiedliche Jahreszeiten verweisen. Dichte ist dabei ein zentrales Prinzip: Im malerischen Prozess aufgebaut, entspricht sie der physischen Erfahrung des Waldes.

In den Alpen

Ich bin im Flachland aufgewachsen. Berge spielten lange keine besondere Rolle für mich; die Weite des offenen Landes und des Meeres war mir vertrauter. 

Erst meine erste Malreise in die Schweizer Alpen hat meinen Blick verändert. Dort wurde mir erstmals bewusst, dass das größte Gefühl von Weite möglicherweise auf einem Berggipfel erfahrbar wird.Ein Blick über die Alpen zeigt eine scheinbar endlose Welt von Gipfeln – ein nahezu unüberschaubares, menschenleeres Terrain.

Meine Arbeiten entspringen der Faszination für die Größe und Kraft dieser Landschaft und versuchen, ihre Dimension im vergleichsweise kleinen Bildformat zu fassen.

Sich überlagernde Farbschichten erzeugen Tiefe; klare, scharfkantige Formen greifen den schroffen Charakter der alpinen Bergwelt auf.

Mitternachtssonne

Die 22-teilige Serie entwickelte sich aus kleinen Farbstudien, die als Annäherung an die visuellen Eindrücke auf einer Reise durch Nordnorwegen entstanden. 

Nördlich des Polarkreises verändert die Mitternachtssonne mit ihrem warmen, flach einfallenden Licht die Wahrnehmung von Himmel, Meer und Bergen grundlegend. Die dominierenden kühlen Blau-, Grau- und Grüntöne gehen in ein weiches, warmes Spektrum über. Die markante Topografie verdichtet die Landschaft auf wenige prägnante Elemente: Meer, Gebirge und schmale Uferzonen.

Aus den Studien entwickelte sich eine malerische Praxis der Schichtung und partiellen Auflösung. Mehrfach überlagerte und ausgewaschene Farbebenen erzeugen blasse, diffuse Bereiche, die an atmosphärische Effekte wie Nebel und Wolken erinnern. 

Die Arbeiten übersetzen so die flüchtige Wahrnehmung von Licht und Raum in eine reduzierte, vielschichtige Bildsprache. Charakteristische Formen der Landschaften werden auf kleinem Format verdichtet.

Nord

Diese Serie entstand größtenteils auf den Lofoten. Sie untersucht die markante Tektonik der Landschaft im Zusammenspiel von Bergen und Meer. Die scheinbar unwirtliche Umgebung lässt nur begrenzt Raum für menschliche Präsenz. 

Die Farbigkeit greift die kühle Klarheit dieser Geografie auf. Wie in anderen Arbeiten arbeite ich mit überlagerten Schichten, teils auf recycelten Papieren, wodurch eine visuelle Tiefe entsteht, die die Schroffheit der Bergformationen nachzeichnet.

Horizonte 

Im Mittelpunkt steht hier nicht die detailhafte Darstellung, sondern die Erfahrung von Landschaft in ihrer Weite und ihrer spezifischen tektonischen Struktur.

Die Farbwahl wird dabei von Tageszeit und Wetter bestimmt. Die Bilder entstehen aus einem offenen malerischen Prozess: Zunächst werden großflächige, helle Schichten aufgetragen. In weiteren Arbeitsschritten verdichte ich die transparenten Farbebenen, bis sich charakteristische Formen des jeweiligen Ortes herausbilden.

So entstehen Bildräume, die weniger eine konkrete Ansicht wiedergeben als vielmehr eine Stimmung oder Erinnerung an einen Ort festhalten.